Was ist Battojutsu?
Shobukan Inyo-Ryu Battojutsu

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Hochschulsport

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Chanbara
Chanbara Training

Chanbara bedeutet Schwertkampf. Im Gegensatz zu unserem eher traditionellem Battojutsu ist der Schwerpunkt aber mehr auf Sport und Action...

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Chanbara

Geschrieben von Stephan Andreas. Veröffentlicht in About Battojutsu

Chanbara bedeutet Schwertkampf. Im Gegensatz zu unserem eher traditionellem Battojutsu ist der Schwerpunkt aber mehr auf Sport und Action gelegt. Durch die Kunststoffwaffen ("Choken" genannt) wird der Freikampf wesentlich schneller, aber auch ungefährlicher. 

Was fördern wir im Chanbara Training?

  • Fitness/Kondition! Durch das schnelle Partnertraining, Teamspiele und den Freikampf bleibt man ständig in Bewegung
  • Koordination. Schnelle Bewegungen und viele Übungen fordern Hand - Augen - Choken Koordination
  • Teamgeist. Man steht nicht immer alleine im 1 gegen 1 auf der Matte, sondern in Teamspielen mit gemischten Gruppen lernt man viel mehr
  • Spaß. Im Gegensatz zur reinen Kampfkunst geht es um den Sport, den Wettkampf und auch dem Spaß an der Bewegung und Herausforderungen. Das merkt man auch bei jedem Training

Training Chanbara

Für wen ist das Training geeignet?

  • Kinder ab acht Jahren
  • Jugendliche
  • Erwachsene

Vorkenntnisse oder gute Kondition werden nicht benötigt - genau deswegen bieten wir ja Training an. ;-) Im Gegensatz zu Shobukan Inyo-Ryu Battojutsu haben wir hier die Möglichkeit, Kindern mehr Abwechslung und Spaß zu bieten. Daher empfehlen wir Kindern eher dieses Training zur generellen Koordinationsschule. Erwachsene sind natürlich auch zum mittrainieren eingeladen!

Trainingsgruppen und Verbandszugehörigkeit

Aktuell startet das Training als kleine Trainingsgruppe regional in Siegen. Hier haben wir viele Anfragen von begeisterten Eltern erhalten, ob wir auch Kindertraining anbieten - und dem kommen wir gerne nach. Wir streben bald auch eine Verbandszugehörigkeit an, allerdings erst ab einer gewissen Gruppengröße. Wer hier also Informationen zu den Chanbara-Verbänden sucht, sollte einfach kurz mit uns Kontakt aufnehmen, wir leiten dann gerne weiter. ;-)

Shobukan Inyo-Ryu

Geschrieben von Stephan Andreas. Veröffentlicht in About Battojutsu

Katana ni Rei

Das Ryu in Shobukan Inyo-Ryu ist der japanische Begriff für "Stilrichtung" oder "Schule". Shobukan bedeutet "erstes Kriegshaus" und Inyo ist vergleichbar mit dem Konzept von Yin und Yang. Zusammengesetzt ist Shobukan Inyo-Ryu die Schule, der wir folgen und der Stil, den wir in unserem Training praktizieren. Trotz der japanischen Begriffe wurde die Schule in Deutschland gegründet und basiert auf traditionellen japanischen Wertvorstellungen ebenso wie auf klassischen und modernen westlichen Einflüssen. 

Gründung und Inhalte

Die Geschichte des Stils ist noch recht jung: Großmeister und Stilbegründer Shodai Soke Hans-Jürgen Eul aus Herne gründete den Stil in den 70er Jahren. Honbu-Dojo, also Hauptstützpunkt des Trainings, ist derzeit der Verein KSK Herne, wo Soke Hans-Jürgen Eul selber noch Training in den vielen Untersystemen anbietet.

Neben den Schwerpunkten Jujutsu Do sowie Shobukan Inyo-Ryu Ninjutsu sowie Bujitsu ist Battojutsu eine von vielen Systemen des Stils. Innerhalb der verschiedenen Kampfkünste und Meister von Shobukan Inyo-Ryu gibt es auch oft über Systemgrenzen hinweg einen regen Austausch. Es ist in unserer Schule durchaus üblich, als Schwertkämpfer unbewaffnete Seminare zu besuchen und ebenso begeistert dort zu lernen wie auf anderen Lehrgängen.

Wurzeln und Einflüsse

Schulen und Stilrichtungen im alten Japan waren oft sehr regional bezogen und wurden von einem Meister an einige Schüler weitergegeben. Eine "Ryu" bezog sich dadurch meist auf eine Familie oder eine Schule. Heutzutage ist das selbstverständlich anders und einige Stilrichtungen wie Shotokan Karate z.B. finden global Anklang und Schüler. Eine derartig weite Ausdehnung und Vergleichbarkeit gibt es bei Shobukan Inyo-Ryu (noch) nicht. Dennoch sind die Wurzeln unseres Stils ähnlich denen vieler anderer japanischer Kampfkünste: Respekt, Disziplin und Achtung sind essentielle Bestandteile des Trainings. Natürlich wird dies bei uns nicht einfach nur in theoretischen Prüfungen abgefragt, sondern bei jeder Trainingseinheit gelebt.

Ebenfalls aus dem japanischen stammt das Kyu-/Dan-System, in dem Schüler und Meister je nach dem Kenntnisstand eingeteilt werden. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein und nicht extra erwähnt werden: Der Rang in diesem System ist unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit sowie religiösen oder sonstigen Anschauungen. Das Katana war früher ein Statussymbol für den japanischen Adel oder später für die Offiziere, und diese Tradition haben wir so nicht übernommen. Weder im Battojutsu, noch in anderen Künsten des Shobukan Inyo-Ryu, spielt etwas anderes als das "Können" oder das "Wollen" eine Rolle.

An der Stelle von überholter Geheimhaltung der Techniken, von familieninternen Strukturen und restriktiven Aufnahmebedingungen fühlen wir uns eher modernen Anschauungen und Einflüssen verbunden: Offener Umgang mit anderen Stilen und Systemen ist sehr wichtig. Darüber hinaus teilen wir viele Ansichten von Sportlern und versuchen unserem Leitbild und unseren Idealen ständig näher zu kommen.

Inyo - Nehmen und Geben

"Geben ist seeliger als Nehmen" ist ein Spruch, den sicher viele kennen. Im Boxen wird auch oft von "Nehmerqualitäten" gesprochen und auch "Inyo" spielt eher auf den übertragenen Sinn von Nehmen und Geben an. Gemeint ist hier sicher nicht das Geld, sondern ganz ganz andere Aspekte des Lebens... 

Nehmen und Geben - kann das Training sein. Als Schüler profitiert man von motivierten Trainern, aber irgendwann kommt die Zeit, in der man selber das weitergibt, was einem vorher angeboten wurde.

Nehmen und Geben - kann sich auf das Leben außerhalb des Dojo beziehen. Es sind die Kleinigkeiten, die einen aufmuntern oder motivieren: Außerhalb des Trainings von einem Lächeln oder einer Hand auf der Schulter aufgemuntert zu werden. Irgendwann kommt der Punkt, an dem andere das von uns brauchen und dann sollten wir das geben, wovon wir früher selbst einmal profitiert haben.

Nehmen und Geben - kann sich in einer Kampfkunst auch ganz einfach auf die Techniken und den Kampf beziehen: Was der andere mir entgegen bringt, verwende ich gegen ihn. Die Kraft des Gegners kann genutzt werden, um ihn zu Fall zu bringen. Aber vielleicht sehen auch einige Schüler die Ermahnung in diesen Worten: Nicht überreagieren und dem Gegner großen Schaden zufügen! Trotz allem ist der Gegner ein Teil von uns und wir sind für sein Leben verantwortlich, wenn wir ihm Schaden zufügen.

 

Was ist Battojutsu?

Geschrieben von Stephan Andreas. Veröffentlicht in About Battojutsu

Meditation

Battojutsu klingt so japanisch wie es ist. Grob übersetzt bedeutet es im deutschen: "Kunst des Schwertziehens". Zum Glück ist dieser Begriff schon recht beschreibend. Battojutsu ist die Kampfkunst des Schwertziehens. Als Schwert wird bei uns im Training natürlich das japanische Langschwert (Katana) verwendet. Die Ursprünge dieser Kampfkunst reichen bis in das 16te Jahrhundert und dienten in dieser Zeit vor allem für die Selbstverteidigung in Friedenszeiten.

Ähnlichkeiten und Parallelen hat Battojutsu zu Iaido und Kenjutsu. Iaido ist allerdings meditativer und mit "Do" (jap. "der Weg") sind die Techniken dort eher ein Weg, sich selbst zu verbessern anstatt anderen zu schaden. Ziel des Trainings in Battojutsu ist allerdings heutzutage auch weniger die reine Selbstverteidigung, da man rechtlich keinen Grund hat, mit einem Katana durch das öffentliche Leben zu laufen. Eher ist es das Ziel, seine Techniken zu verfeinern und Koordination und Konzentration zu fördern. Dennoch wäre es keine Kampfkunst, wenn wir nicht auch versuchen effektive Kampftechniken zu lehren.

Trainingsziele

Wie bereits angesprochen sind unsere Ziele im Training: Koordinationssteigerung, Konzentrationsförderung, Steigerung der Beweglichkeit, respektvoller Umgang mit dem Langschwert, persönlicher Erfolg im Training, Spaß, begrenzt Selbstverteidigung.

Wer ist für das Training geeignet?

Generell ist jeder geeignet, der über 16 Jahre (Für das Training mit dem Holzschwert) ist und Durchhaltevermögen, Interesse sowie den nötigen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen mitbringt. Das Training selbst läuft recht ruhig ab, ist also auch für weniger Sportliche ein guter Ausgleich. Finanziell gibt es auch keine überdurchschnittlichen Belastungen, erst recht nicht zum Schnuppertraining, da die Grundausrüstung meist gestellt werden kann.

 

Ist BattoJutsu wie Iaido, Kenjutsu oder Kendo? Wo ist der Unterschied?

Wie bereits weiter oben erwähnt ist Iaido darauf ausgelegt, den eigenen Weg zu fördern und das Schwert meiner bescheidenen Kenntnis nach eher eine Möglichkeit, meditativ an sich zu arbeiten. Kenjutsu arbeitet oft ebenfalls mit meditativen Techniken und natürlich wäre das bei uns auch nicht wegzudenken. Unsere Techniken und Kata (vorgegebene Bewegungsabläufe) enstammen aber zumeist aus Toyama-Ryu und waren dafür ausgelegt, den japanischen Offizieren effektive Techniken für den Kampf zu lehren. Daher kann man ab einem bestimmten Grad bei uns auch etwas actionreicheres Training erwarten.

 

Im Vergleich zu Kendo hält sich die Action jedoch noch im Rahmen, da wir nicht als Kampfsport, sondern eben Kampfkunst orientiert sind. Daher gibt es bei uns auch keine Wettkämpfe oder andere sportliche Vergleiche. In der alten Kampfkunst war der Überlebende der Gewinner, und der geschlagene immer mindestens schwer verletzt. Es wäre entweder makaber  oder nicht im Sinn des Trainings,  da eine künstliche Vergleichbarkeit bei uns herzustellen.